Montagefehler bei Solaranlagen

Aufgrund er steigendenden Anzahl von installierten Solaranlagen, haben sich auch viele Handwerksbetriebe mit der Installation von Solar- und Solarthermieanlagen beschäftigt. Viele dieser Unternehmen waren ursprünglich branchenfremd und bieten trotzdem ihre Dienste als Installateur an. Bestenfalls haben die Monteure eine Fortbildung zum Solarteur abgeschlossen. Leider ist das nicht immer der Fall. Aufgrund der Unwissenheit vieler solcher Firmen und Monteure, häufen sich die Fehler an falsch oder fehlerhaft montierten Solaranlagen. Dies kann im schlimmsten fall sogar Menschenleben bzw. eine hohe Schadenssumme zur Folge haben.
Nachfolgend finden Sie 4 häufig vorkommende Fehler bei der Installation von Solar- und Solarthermieanlagen:


1. Fehler: Falsch / Schlecht montierte Dachhaken

Einer der häufigsten Fehler sind falsch montierte Dachhaken. Die Dachhaken, welche die Unterkonstruktion Ihrer Solaranlage am Dach befestigen, spielen bei der Montage eine der wichtigsten Rollen. Umso wichtiger ist die korrekte Montage. Die Haken dürfen beispielsweise nicht auf dem Dachziegel aufliegen. Dies verursacht Spannungen zwischen Haken und Ziegel, wobei der Ziegel früher oder später zerbrechen wird. Wichtig ist, dass man auch die Höhe der Dachhaken korrekt wählt, umso das aufliegen bei Schneelast zu vermeiden.
Wenn dieses Problem auftritt, und mehrere Ziegel gebrochen sind, oder noch brechen werden, besteht ein großes Sicherheitsrisiko. 


2. Fehler: Parallele Montage der Unterkonstruktion

Ein Fehler, welchen man häufig bei älteren Dächern beobachten kann ist, dass die Photovoltaikanlage die Wölbung der Dachkonstruktion mitmacht. Dies hat zu Folge, dass bei sehr flacher Sonneneinstrahlung sogar kleine Verschattungen entstehen können. Das bedeutet, dass die Anlage weniger Strom erzeugt, als Sie eigentlich sollte. Um dieses Problem vorzubeugen, sollte von Beginn an auf die kleinsten Unebenheiten geachtet werden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Dachhaken und Konstruktionen, welche sich optimal den vorhandenen Bedingungen anpassen lassen, sodass (fast) jede Solaranlage auf einer „flachen“ Eben installiert werden kann. 


3. Fehler: Fehlerhaft verkabelt / Falsch verlegte Kabel

Das Wichtigste bei der Montage einer Solaranlage ist die ordnungsgemäße Verkabelung der Module. Selbst die kleinsten Fehler können große Nachwirkungen mit sich ziehen. Die Solarkabel sind fest am Modul bzw. an der Unterkonstruktion zu befestigen. Gerne wird bei der Verkabelung unsauber gearbeitet, sodass sich die Kabel einrollen und Schlaufen bilden. Lose Kabel oder auch Schlaufen scheuern bei Wind über Ihre Dachfläche, was dazu führt, dass die Isolierung der Kabel beschädigt wird. Hierdurch können Lichtbögen entstehen, welche im schlimmsten Fall zu einem Brand führen können. Weiterhin leiten lose Kabel das Wasser zu den Anschlussdosen am Modul, was Kurzschlüsse und ebenfalls Brände verursachen kann. Die Kabel sind so zu verlegen, dass eine Beschädigung der Isolation und das Eindringen von Wasser in die Elektronik ausgschloßen ist. Herkömmlicher Weise werden dazu Kabelkanäle aus Plastik bzw. Edelstahl verwendet.


4. Fehler: Unzureichend gesicherte Baustelle

Ein Fehler, welchen man bei fast jeder Montage antreffen wird. Aus Kostengründen verzichtet man gerne auf ein gesichertes Gerüst, Netze und sonstige Sicherheitseinrichtungen. Das A und O bei der Installation einer Solarstromanlage ist das sichere Aufstellen eines Gerüstes. Denn nur auf einem ordnungsgemäß aufgestellten Gerüst, lasst sich sicher und ausführlich arbeiten. Weiterhin dienen Netze zwischen Dach und Gerüst dem Abfangen von fallendem Werkzeug oder Material. Bei Missachtung der Vorschriften kann die Baustelle von der Bauaufsicht geschlossen werde. Ihnen gehen wertvolle Tage verloren, bis Ihre Anlage ans Netz geht. Dies trägt häufig hohe Ausfallkosten mit sich.