Standortanalyse

Nachdem eine Fläche zu Installation einer Solaranlage gefunden ist, muss geprüft werden, ob der Standort auch die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage sicher stellt. Ob die Standortbedingungen die Montage erlauben, hängt von diversen Faktoren ab. Überprüft werden in der Regel: Globalstrahlung, Dachneigung und Flächenneigung, Dachausrichtung und Flächenausrichtung und eine mögliche Verschattung.

Globalstrahlung

Als Globalstrahlung wird die solare Strahlungsmenge bezeichnet, die auf einen Quadratmeter horizontale Empfangsfläche im Laufe eines Zeitraumes – meist eines Jahres – auftrifft. Die Globalstrahlung bildet eine wichtige Eingangsgröße für die Ertragsberechnung einer Photovoltaikanlage.

Dachneigung

Nachdem man die Daten zur Strahlungsmenge errechnet hat, ist der nächste wichtige Faktor die Dachneigung. Die Dachneigung beschreibt den Winkel, in dem die Sonnenstrahlen auf das Dach treffen. Die höchsten Erträge werden erzielt, wenn die Strahlen in einem Winkel von 90 Grad auf die Solarzelle treffen. Die Neigung muss je nach Standort individuell angepasst werden, denn nur so lassen sich die maximalen Erträge ausschöpfen.

Dachausrichtung

Direkt mit der Dachneigung hängt die optimale Dachausrichtung zusammen, das heißt, in welche Himmelsrichtung das Dach zeigt. Genau wie die Dachneigung ist die Dachausrichtung durch das Bauwerk festgelegt und kann nicht geändert werden. Lediglich bei Flachdächern können die Solarmodule im optimalen Neigungswinkel und ideal zur Himmelsrichtung ausgerichtet werden. Die ideale Dachausrichtung zeigt nach Süden.

Verschattung

Zum Schluss kommt ein häufig unterschätzter Faktor zur Sprache. Die Verschattung. Von Verschattung spricht man, wenn die Sonneneinstrahlung durch beispielsweise Bäume oder andere Gebäude, blockiert wird. Als Resultat sind Schattenwürfe auf der Photovoltaikanlage zu erkennen. Schattenfläche können die Leistung eines Strings vermindern und so den Ertrag der ganzen Solaranlage erheblich verringern. Besonders sollte man bei der Standortanalyse auch auf kleine Verschattungen achten. Kamine, Antennen oder Dachfenster können kleine Schattenwürfe erzeugen, welche am Ende eines Jahres deutliche Einbußen zur Folge haben können.

 

Faktor Optimale Bedingungen
Globalstrahlung
  • Deutschland Durchschnitt: 1050 kWh/m2*a
  • Norddeutschland: < 950 kWh/m2*a
  • Süddeutschland: > 1200 kWh/m2*a
Dachneigung
  • Neigungswinkel zwischen 30° und 35°
  • Norddeutschland: eher steiler
  • Süddeutschland: eher flacher
Dachausrichtung
  • Optimale Ausrichtung: 0° Süden
  • Verluste unter 5% bei Südost/Südwest
  • Verluste ca. 20 % bei Ost/West
Verschattung
  • Verschattungen für verschiedene Jahreszeiten beachten
  • Im Zweifelsfall Verschattungsanalyse durchführen